LEBENSLAUF

Geboren in München, Jahrgang 1976

Aus- und Weiterbildung:

  • Schulausbildung mit Abitur in München
  • Studium der Humanmedizin an der Universität Leipzig und der Ludwig-Maximilians-Universität München
  • Promotion an der Klinik und Poliklinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe der Ludwig-Maximilians-Universität München bei Prof. Dr. med. Ursula Peschers (Thema: Untersuchung zur Akzeptanz von Vergewaltigungsmythen in verschiedenen Bevölkerungsgruppen)
  • Ayurveda A-Diplom, Akademie der Deutschen Gesellschaft für Ayurveda, Regensburg
  • Ausbildung zur Klassischen Homöopathin, Akademie für Homöopathie, Gauting
  • Aktuell: Weiterbildung beim Deutschen Zentralverein homöopathischer Ärzte (DZVhÄ) mit Erwerb des Homöopathie-Diploms

Klinische Ausbildung:

  • Klinik für Frauenheilkunde, Universitätsspital Zürich
  • Gynäkologische Praxisklinik De°Sa, München
  • Klinik und Poliklinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe, Ludwig-Maximilians-Universität München (Universitätsfrauenklinik Maistrasse)
  • Abteilung für Chirurgie, Stadtspital Triemli, Zürich
  • Abteilung für Innere Medizin, Klinikum Harlaching, München

Mitgliedschaften:

  • Deutscher Zentralverein Homöopathischer Ärzte (DZVhÄ)
  • Deutsche Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe (DGGG)

BASISARBEIT – DIE BASIS MEINER ARBEIT

Aufgrund meines schulmedizinischen Hintergrundes sehe ich mich als ein Bindeglied zwischen der konventionellen Medizin und der Homöopathie. Ich respektiere die Möglichkeiten und Errungenschaften der Schulmedizin und bin wachsam, die Grenzen einer homöopathischen Therapie rechtzeitig zu erkennen. Dank eines gewachsenen Netzwerkes an komplementär- und schulmedizinischen Kollegen besteht die Möglichkeit einer kooperativen Zusammenarbeit.

Meine medizinische Tätigkeit ist stark mit der Frauenheilkunde verbunden und ich kann hier auf eine mehrjährige Berufserfahrung zurückgreifen. Dennoch freue ich mich natürlich über jeden Patienten, unabhängig von Geschlecht und Alter.

Akute medizinische Fälle sind der Praxisalltag. Die Basis meiner persönlichen Arbeit sehe ich jedoch in der tieferen und längerfristigen ärztlichen Begleitung auf der energetischen Ebene der Homöopathie.

Bei chronischen Leiden und deren Therapie kann man sich den Behandlungsverlauf vorstellen wie das sukzessive Abtragen von Schichten. Ebene für Ebene wird gelöst, bis man zum Kern der Blockade kommt, zur Essenz des inneren Geschehens.

Auf diese Reise kann und möchte ich Sie begleiten. Aufmerksam und ohne meine Person dabei in den Vordergrund zu stellen. Ganz im ursprünglichen Sinne des Wortes Therapeut.

HIERZU EIN KLEINER ETYMOLOGISCHER EXKURS

Die Begriffe „Therapie“ oder auch „Therapeut“ lassen sich vom altgriechischen Wortstamm „therap“ ableiten. Es gibt diverse Ansätze, die inhaltliche Vielfalt dieser Begriffsfamilie darzulegen. So steht „therapéia“ für „Dienstleistung, Beweis der Hochachtung jemandem gegenüber“, oder „therápon“ für „aufmerksamer Begleiter, Kriegsgefährte; freier Mann, der an der Seite des anderen kämpft“.

Wenn in der griechischen Antike ein Krieger auf seinen Streitwagen sprang, die Zügel der Pferde ergriff und seine Waffe zückte, um in die Schlacht zu ziehen, ritt er nicht einfach los. Er rief zuerst nach seinem „therápon“, seinem Wagengefährten, für den eine erhöhte Plattform auf dem Streitwagen eingerichtet war. Der „therápon“ schwang sich auf diese Plattform, hatte aber zunächst weder Zügel noch Waffe zu halten. Abgesehen davon, sich gut am Wagen festzuhalten und für sich selbst zu sorgen, bestand seine Aufgabe einzig und allein darin, den Krieger und dessen Umfeld wachsam zu beobachten, den Überblick zu bewahren und seine Beobachtungen rechtzeitig zu melden.

Im Kampfgeschehen jedoch kam die besondere Vertrauensposition des „therápon“ als tatsächlicher Wagenlenker zum Ausdruck. Krieger und Gefährte mussten wie ein Einziger denken, um das Überleben zu sichern. Dies bedeutete ein hohes Maß an Einfühlungsvermögen für den „therápon“. Er musste stets die Gefühle, Gedanken und Absichten des Kriegers kennen, während dieser seine Aufgabe im Kampf zu erfüllen hatte. In schwieriger oder ausweglos erscheinender Lage verhalf der „therápon“ seinem Krieger zu entkommen und dem scheinbar unausweichlichen Schicksal zu entrinnen.

Ein schönes Sinnbild, welches die Funktion des Wagenlenkers / Therapeuten deutlich macht:
Der „therápon“ als ein empathischer, Rat gebender, bisweilen auch tatkräftig unterstützender Begleiter für jenen, der seine Aufgabe im Kampf (des Lebens?) zu erfüllen hat. Doch auch wenn der Wagenlenker vorausahnend lenken mag, die letzte Entscheidung darüber, welche Richtung tatsächlich eingeschlagen und beibehalten werden soll, trägt stets der Kämpfer selbst.

(Quellen: Gutchess, PhD, Gary: Patroklos the substitute, Iliad 15.592 – 19.895 in: http://englishare.net/literature/POL-HS-Patroklos.htm; Dr. Andreas Bächtiger: Der Therapiebegriff)